Glossar — Begriffe der Fahrausbildung.
53 Fachbegriffe rund um Praxis, Theorie, Recht und Betrieb — sauber recherchiert, mit Primärquellen und Verweisen ins Wissen-Hub.
A
- Ausbildungsfahrlehrer Recht
Ein Ausbildungsfahrlehrer ist ein:e Fahrlehrer:in mit Sonderqualifikation, der/die berechtigt ist, angehende Fahrlehrer:innen während der praktischen Ausbildung anzuleiten — geregelt im Fahrlehrergesetz.
- Ausgleichsfahrt Praxis
Eine Ausgleichsfahrt ist eine zusätzliche Übungsstunde, mit der eine identifizierte Schwäche gezielt aufgearbeitet wird — etwa nach einer schwachen Sonderfahrt oder vor der Prüfungsfahrt.
- Autobahnfahrt Praxis
Die Autobahnfahrt ist eine der drei Sonderfahrt-Arten in Klasse B: Pflicht sind 4 Stunden auf Autobahnen oder Kraftfahrstraßen. Geprüft werden Auf-/Abfahren, Spurwechsel, Geschwindigkeit, Sicherheitsabstand.
- AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag) Betrieb
Ein AVV ist der Vertrag nach Art. 28 DSGVO zwischen Verantwortlichem (z. B. Fahrschule) und Auftragsverarbeiter (z. B. RoadReview). Er regelt Zwecke, Schutzmaßnahmen und Pflichten beim Verarbeiten personenbezogener Daten.
B
- B197 Theorie
B197 ist die seit 2021 mögliche Schaltzulassung: Wer auf Automatik prüft und mind. 10 Schaltfahrstunden plus Schalt-Abschlusstest absolviert, bekommt eine vollwertige Klasse B mit Schaltberechtigung.
- Begleitetes Fahren (BF17) Recht
Begleitetes Fahren ab 17 (BF17) ermöglicht nach bestandener Prüfung das Fahren mit Klasse B beziehungsweise BE ab 17 Jahren. Bis 18 muss eine eingetragene Begleitperson mitfahren; eine 1.000-km-Pflicht vor der Prüfung besteht nicht.
- Beobachtungspflicht Praxis
Beobachtungspflicht bedeutet: Wer am Verkehr teilnimmt, muss durchgehend Spiegel, Schulterblick und Verkehrsumgebung kontrollieren. In der Prüfung wird das Fehlen als sicherheitsrelevanter Mangel bewertet.
- BF17 Theorie
BF17 ist das Begleitete Fahren ab 17: Klasse-B-Erwerb mit 17 Jahren, danach Pflicht-Begleitung durch eingetragene erfahrene Fahrer:innen bis zum 18. Geburtstag.
D
- DATEV-Export Technik
Ein DATEV-Export erzeugt einen Buchungsstapel im DATEV-Format (früher EXTF) als CSV, meist gebündelt mit Beleg-PDFs — zum Import bei der Steuerkanzlei. Es ist ein reiner Datei-Export, keine direkte Cloud-Übertragung an DATEV.
- Durchfallquote Schüler
Die Durchfallquote ist der Anteil nicht bestandener Prüfungen pro Erstantritt. Klasse B liegt 2024 in Deutschland bei rund 38 Prozent in der Praxis und über 35 Prozent in der Theorie — Tendenz steigend.
E
- E-Rechnung Recht
Eine E-Rechnung ist eine strukturierte elektronische Rechnung nach EN 16931, deren Daten maschinenlesbar sind — nicht bloß ein PDF-Bild. Seit dem 1.1.2025 gilt im deutschen B2B-Bereich eine Empfangs- und schrittweise Ausstellungspflicht.
- E-Signatur Recht
Eine E-Signatur besteht aus elektronischen Daten, die zum Unterzeichnen verwendet werden. Die Anforderungen hängen vom Dokument ab; eIDAS unterscheidet elektronische, fortgeschrittene und qualifizierte Signaturen.
F
- Fahrlehrerverband Betrieb
Fahrlehrerverbände sind die berufsständischen Vertretungen der Fahrlehrer:innen in Deutschland — auf Landes- und Bundesebene (BVF). Sie bündeln Aus-/Fortbildung, politische Vertretung und Tarif-Themen.
- Fahrschulsoftware Betrieb
Fahrschulsoftware ist eine digitale Plattform, die den Betrieb einer Fahrschule abbildet — von Schülerverwaltung und Terminplanung über Theorie- und Praxisausbildung bis zu Rechnungswesen, Fuhrpark und Kommunikation in einem System.
- Fahrschulverwaltungssoftware Betrieb
Fahrschulverwaltungssoftware digitalisiert die Büro- und Verwaltungsarbeit einer Fahrschule: Stammdaten, Schüleraufnahme, Termine, Rechnungen, Personal und Dokumente — statt Excel-Listen und getrennter Insellösungen ein zentrales Cockpit.
- Fahrten-Katalog Betrieb
Schulinterne Bibliothek bewährter Fahrstunden-Routen. Fahrlehrer stellen Routen ein, Kollegen öffnen sie in Google Maps oder exportieren als GPX. Wissen bleibt in der Schule, auch wenn Lehrer wechseln.
- FeV (Fahrerlaubnis-Verordnung) Recht
Die Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) regelt in Deutschland alles rund um den Erwerb, Erhalt und Entzug der Fahrerlaubnis — von Klasseneinteilung über Prüfungsablauf bis zu MPU und Probezeit.
- Fuhrparkmanagement Betrieb
Fuhrparkmanagement umfasst die Verwaltung der Fahrzeugflotte einer Fahrschule: Stammdaten und Führerscheinklassen je Fahrzeug, Kilometerstand, Verbrauchs- und Kostenrechnung sowie OBD-Fehlerspeicher-Warnungen aus den Fahrten.
G
- Geofencing Technik
Geofencing definiert virtuelle Zonen auf einer Karte. Ein dafür eingerichtetes System kann beim Betreten oder Verlassen einer Zone eine Aktion auslösen, etwa einen Hinweis anzeigen.
- GPS-Pinning Technik
Das Verankern eines Fehlers, Hinweises oder Übungsorts an einer exakten GPS-Koordinate. Beim GPS-Pinning wird nicht nur 'wann' ein Fehler passierte gespeichert, sondern 'wo' — abrufbar per StreetView.
- GPS-Tracking Technik
GPS-Tracking nutzt Satellitenortung, um Fahrzeugpositionen aufzuzeichnen. In der Fahrschule dient es der ortsbezogenen Dokumentation von Fahrstunden — z. B. zur Geo-Feedback-Auswertung in RoadReview.
- Grundfahraufgabe Praxis
Grundfahraufgaben sind die in Anlage 7 FeV festgelegten Pflicht-Manöver der praktischen Prüfung — z. B. Rückwärtsfahren, Einparken, Bremsen aus höherer Geschwindigkeit, Wenden auf engem Raum.
I
K
L
M
- Mandantenfähigkeit Technik
Mandantenfähigkeit (Multi-Tenancy) bezeichnet Software, die viele Kunden (Mandanten) auf einer gemeinsamen Instanz betreibt und ihre Daten strikt voneinander trennt. Jede Fahrschule sieht ausschließlich ihre eigenen Daten.
- MPU Recht
Die MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) ist die behördlich angeordnete Eignungs-Begutachtung — meist nach Führerschein-Entzug. Sie prüft Fahrtauglichkeit, Reflexion und Risiko-Verhalten.
N
- Nachschulung Schüler
Eine Nachschulung ist ein behördlich angeordneter oder pädagogisch empfohlener Kurs zur Aufarbeitung von Fahr-Kompetenz oder Verkehrs-Verstößen — z. B. Aufbauseminar für Fahranfänger:innen oder verkehrspsychologische Maßnahme.
- Nachtfahrt Praxis
Die Nachtfahrt ist eine der drei Sonderfahrt-Arten in Klasse B: Pflicht sind 3 Stunden bei Dämmerung oder Dunkelheit. Trainiert werden Lichthupe, Fernlicht-Nutzung, Sehgewohnung und reduzierte Sicht.
- Netzwerkübungsort Praxis
Übungsort aus dem gemeinsamen Netzwerk teilnehmender Fahrschulen. Schulen im 10-km-Umkreis teilen ihre Übungsorte freiwillig — wer beiträgt, sieht auch. Schulzuordnung bleibt anonym.
O
- OBD-Fehlerspeicher Technik
Der OBD-Fehlerspeicher ist der Teil der On-Board-Diagnose, der standardisierte Fehlercodes (DTCs) eines Fahrzeugs speichert. Im Fuhrpark erscheinen offene Codes als Warn-Badge — ein Hinweis auf eine fällige Werkstatt-Prüfung.
- OFSA 2 Recht
OFSA 2 bezeichnet die zweite Stufe der Optimierten Fahrschulausbildung — ein vom BMVI verfolgtes Reformkonzept zur stärkeren Strukturierung der praktischen Ausbildung. Status, Umfang und Inkrafttreten variieren je nach Quelle.
- Online-Anmeldung Betrieb
Online-Anmeldung ermöglicht Interessenten, sich über eine digitale Seite bei einer Fahrschule anzumelden. Klassenwahl, Aufnahmeentscheidung und Dokumente richten sich nach dem von der Schule eingerichteten Ablauf.
P
- Probezeit Recht
Die Probezeit ist die zweijährige Bewährungsfrist nach Ersterteilung der Fahrerlaubnis. Verstöße werden in A- und B-Verstöße eingeteilt und können Aufbauseminar, Verlängerung oder Entzug nach sich ziehen.
- Prüfungsfahrt Praxis
Die Prüfungsfahrt ist die praktische Fahrprüfung in Klasse B: 45 Minuten Fahrzeit auf vom Prüfer gewählter Strecke, dazu Grundfahraufgaben. Sie wird nach Anlage 7 FeV bewertet.
- Prüfungsreife Schüler
Prüfungsreife bezeichnet die fachliche Einschätzung des Ausbildungsstands vor einer Prüfung. Sie lässt sich nicht pauschal aus einer festen Stundenzahl oder einem App-Wert ableiten.
- Prüfungsverwaltung Betrieb
Prüfungsverwaltung erfasst Theorie- und Praxisprüfungen je Schüler und Ausbildung: Termin, prüfende Organisation, Versuchsnummer und Ergebnis. Sie unterstützt die Organisation und Dokumentation der Prüfungsversuche.
S
- Schülerakte Betrieb
Die Schülerakte bündelt Ausbildungsdaten und Unterlagen pro Fahrschüler, etwa Unterricht, Dokumente und Prüfungen. Der gesetzliche Ausbildungsnachweis ist ein Teil dieser Dokumentation.
- Schulterblick Praxis
Der Schulterblick ist der direkte Blick über die Schulter in den toten Winkel. Er ergänzt die Spiegelkontrolle, etwa beim Anfahren, Fahrstreifenwechsel und Abbiegen.
- SEPA-Lastschrift Betrieb
Die SEPA-Lastschrift ist ein Einzugsverfahren, bei dem der Zahlungsempfänger fällige Beträge per erteiltem Mandat vom Konto der zahlenden Person einzieht. In der Fahrschule zieht die Schule so offene Rechnungen der Schüler:innen ein.
- Sicherheitsabstand Praxis
Sicherheitsabstand ist der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug, der in der Regel auch bei dessen plötzlichem Bremsen ein Anhalten dahinter ermöglicht (§ 4 StVO).
- Sonderfahrt Praxis
Sonderfahrten sind die zwölf gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtfahrten in Klasse B: fünf Überland, vier Autobahn, drei bei Dämmerung oder Dunkelheit. Jede dauert 45 Minuten.
- Sprachmemo Technik
Eine Sprachmemo ist eine kurze Audionotiz. In RoadReview Mobile hält sie die Erklärung des Fahrlehrers zu einer dokumentierten Situation für die spätere Nachbereitung fest.
- Standardstunde Praxis
Eine Standardstunde ist eine reguläre Übungsfahrstunde der praktischen Grundausbildung ohne Sonderfahrt-Status. Umfang und nächste Übungsziele richten sich nach dem Ausbildungsstand.
T
- Telematik Technik
Telematik verbindet Telekommunikation und Informationstechnik, etwa zur Übertragung und Auswertung von Standort- und Fahrzeugdaten. RoadReview nutzt solche Daten für die Fahrstundendokumentation.
- Theorieprüfung Theorie
Die Theorieprüfung ist die computerbasierte Wissensprüfung vor der praktischen Prüfung. Klasse B: 30 Fragen, max. 10 Fehlerpunkte (kein Bestehen ab 11), Dauer ca. 45 Minuten.
- Theoriestunden-Pflicht Theorie
Klasse-B-Anwärter:innen müssen 14 Theorie-Doppelstunden absolvieren: zwölf Grundstoff plus zwei klassenspezifischer Zusatzstoff. Jede Doppelstunde hat 90 Minuten.
- Trefferradius Technik
Der Abstand in Metern, innerhalb dessen ein GPS-Punkt als 'getroffen' gewertet wird. Bei Übungsorten beträgt er 30 Meter: fährt ein Schüler näher als 30 m am POI vorbei, gilt er als abgefahren.
- TÜV-Qualitätsaudit Betrieb
„TÜV-Qualitätsaudit“ wird für Prüfungen einer Fahrschule verwendet. Die gesetzliche Überwachung nach § 51 FahrlG liegt bei der zuständigen Landesbehörde und umfasst Dokumentation, Ausstattung und Ausbildungsqualität.
U
- Überlandfahrt Praxis
Die Überlandfahrt ist eine der drei Sonderfahrt-Arten in Klasse B: Pflicht sind 5 Stunden auf Bundes-, Land- oder Kreisstraßen. Schwerpunkt: höhere Geschwindigkeiten, Überholen, Kurven-Antizipation.
- Übungsort Praxis
GPS-verankerter Punkt auf der Karte, den eine Fahrschule als Pflicht-Übungsstelle definiert. Wird automatisch als abgefahren markiert, sobald ein Schüler im 30-m-Radius vorbeifährt.
W
Z
Kategorie: Praxis
Manöver, Beobachtung, Sonderfahrten.
- Ausgleichsfahrt — Eine Ausgleichsfahrt ist eine zusätzliche Übungsstunde, mit der eine identifizierte Schwäche gezielt aufgearbeitet wird — etwa nach einer schwachen Sonderfahrt oder vor der Prüfungsfahrt.
- Autobahnfahrt — Die Autobahnfahrt ist eine der drei Sonderfahrt-Arten in Klasse B: Pflicht sind 4 Stunden auf Autobahnen oder Kraftfahrstraßen. Geprüft werden Auf-/Abfahren, Spurwechsel, Geschwindigkeit, Sicherheitsabstand.
- Beobachtungspflicht — Beobachtungspflicht bedeutet: Wer am Verkehr teilnimmt, muss durchgehend Spiegel, Schulterblick und Verkehrsumgebung kontrollieren. In der Prüfung wird das Fehlen als sicherheitsrelevanter Mangel bewertet.
- Grundfahraufgabe — Grundfahraufgaben sind die in Anlage 7 FeV festgelegten Pflicht-Manöver der praktischen Prüfung — z. B. Rückwärtsfahren, Einparken, Bremsen aus höherer Geschwindigkeit, Wenden auf engem Raum.
- Innerortsfahrt — Innerortsfahrt bezeichnet das Fahren innerhalb geschlossener Ortschaften. In Ausbildung und Prüfung gehören dazu etwa Verkehrsbeobachtung, Spurwechsel, Abbiegen und der Umgang mit anderen Verkehrsteilnehmenden.
- Nachtfahrt — Die Nachtfahrt ist eine der drei Sonderfahrt-Arten in Klasse B: Pflicht sind 3 Stunden bei Dämmerung oder Dunkelheit. Trainiert werden Lichthupe, Fernlicht-Nutzung, Sehgewohnung und reduzierte Sicht.
- Netzwerkübungsort — Übungsort aus dem gemeinsamen Netzwerk teilnehmender Fahrschulen. Schulen im 10-km-Umkreis teilen ihre Übungsorte freiwillig — wer beiträgt, sieht auch. Schulzuordnung bleibt anonym.
- Prüfungsfahrt — Die Prüfungsfahrt ist die praktische Fahrprüfung in Klasse B: 45 Minuten Fahrzeit auf vom Prüfer gewählter Strecke, dazu Grundfahraufgaben. Sie wird nach Anlage 7 FeV bewertet.
- Schulterblick — Der Schulterblick ist der direkte Blick über die Schulter in den toten Winkel. Er ergänzt die Spiegelkontrolle, etwa beim Anfahren, Fahrstreifenwechsel und Abbiegen.
- Sicherheitsabstand — Sicherheitsabstand ist der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug, der in der Regel auch bei dessen plötzlichem Bremsen ein Anhalten dahinter ermöglicht (§ 4 StVO).
- Sonderfahrt — Sonderfahrten sind die zwölf gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtfahrten in Klasse B: fünf Überland, vier Autobahn, drei bei Dämmerung oder Dunkelheit. Jede dauert 45 Minuten.
- Standardstunde — Eine Standardstunde ist eine reguläre Übungsfahrstunde der praktischen Grundausbildung ohne Sonderfahrt-Status. Umfang und nächste Übungsziele richten sich nach dem Ausbildungsstand.
- Überlandfahrt — Die Überlandfahrt ist eine der drei Sonderfahrt-Arten in Klasse B: Pflicht sind 5 Stunden auf Bundes-, Land- oder Kreisstraßen. Schwerpunkt: höhere Geschwindigkeiten, Überholen, Kurven-Antizipation.
- Übungsort — GPS-verankerter Punkt auf der Karte, den eine Fahrschule als Pflicht-Übungsstelle definiert. Wird automatisch als abgefahren markiert, sobald ein Schüler im 30-m-Radius vorbeifährt.
Kategorie: Theorie
Pflichtstunden, Klassen, Prüfung.
- B197 — B197 ist die seit 2021 mögliche Schaltzulassung: Wer auf Automatik prüft und mind. 10 Schaltfahrstunden plus Schalt-Abschlusstest absolviert, bekommt eine vollwertige Klasse B mit Schaltberechtigung.
- BF17 — BF17 ist das Begleitete Fahren ab 17: Klasse-B-Erwerb mit 17 Jahren, danach Pflicht-Begleitung durch eingetragene erfahrene Fahrer:innen bis zum 18. Geburtstag.
- Klasse B — Klasse B ist die Standard-Pkw-Fahrerlaubnis: Kraftfahrzeuge bis 3,5 t zulässige Gesamtmasse mit max. 8 Sitzplätzen, plus Anhänger bis 750 kg. Ab 17 Jahre als BF17 möglich.
- Theorieprüfung — Die Theorieprüfung ist die computerbasierte Wissensprüfung vor der praktischen Prüfung. Klasse B: 30 Fragen, max. 10 Fehlerpunkte (kein Bestehen ab 11), Dauer ca. 45 Minuten.
- Theoriestunden-Pflicht — Klasse-B-Anwärter:innen müssen 14 Theorie-Doppelstunden absolvieren: zwölf Grundstoff plus zwei klassenspezifischer Zusatzstoff. Jede Doppelstunde hat 90 Minuten.
Kategorie: Recht
FeV, Eignung, MPU, Probezeit.
- Ausbildungsfahrlehrer — Ein Ausbildungsfahrlehrer ist ein:e Fahrlehrer:in mit Sonderqualifikation, der/die berechtigt ist, angehende Fahrlehrer:innen während der praktischen Ausbildung anzuleiten — geregelt im Fahrlehrergesetz.
- Begleitetes Fahren (BF17) — Begleitetes Fahren ab 17 (BF17) ermöglicht nach bestandener Prüfung das Fahren mit Klasse B beziehungsweise BE ab 17 Jahren. Bis 18 muss eine eingetragene Begleitperson mitfahren; eine 1.000-km-Pflicht vor der Prüfung besteht nicht.
- E-Rechnung — Eine E-Rechnung ist eine strukturierte elektronische Rechnung nach EN 16931, deren Daten maschinenlesbar sind — nicht bloß ein PDF-Bild. Seit dem 1.1.2025 gilt im deutschen B2B-Bereich eine Empfangs- und schrittweise Ausstellungspflicht.
- E-Signatur — Eine E-Signatur besteht aus elektronischen Daten, die zum Unterzeichnen verwendet werden. Die Anforderungen hängen vom Dokument ab; eIDAS unterscheidet elektronische, fortgeschrittene und qualifizierte Signaturen.
- FeV (Fahrerlaubnis-Verordnung) — Die Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) regelt in Deutschland alles rund um den Erwerb, Erhalt und Entzug der Fahrerlaubnis — von Klasseneinteilung über Prüfungsablauf bis zu MPU und Probezeit.
- MPU — Die MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) ist die behördlich angeordnete Eignungs-Begutachtung — meist nach Führerschein-Entzug. Sie prüft Fahrtauglichkeit, Reflexion und Risiko-Verhalten.
- OFSA 2 — OFSA 2 bezeichnet die zweite Stufe der Optimierten Fahrschulausbildung — ein vom BMVI verfolgtes Reformkonzept zur stärkeren Strukturierung der praktischen Ausbildung. Status, Umfang und Inkrafttreten variieren je nach Quelle.
- Probezeit — Die Probezeit ist die zweijährige Bewährungsfrist nach Ersterteilung der Fahrerlaubnis. Verstöße werden in A- und B-Verstöße eingeteilt und können Aufbauseminar, Verlängerung oder Entzug nach sich ziehen.
Kategorie: Technik
GPS, Geofencing, Telematik.
- DATEV-Export — Ein DATEV-Export erzeugt einen Buchungsstapel im DATEV-Format (früher EXTF) als CSV, meist gebündelt mit Beleg-PDFs — zum Import bei der Steuerkanzlei. Es ist ein reiner Datei-Export, keine direkte Cloud-Übertragung an DATEV.
- Geofencing — Geofencing definiert virtuelle Zonen auf einer Karte. Ein dafür eingerichtetes System kann beim Betreten oder Verlassen einer Zone eine Aktion auslösen, etwa einen Hinweis anzeigen.
- GPS-Pinning — Das Verankern eines Fehlers, Hinweises oder Übungsorts an einer exakten GPS-Koordinate. Beim GPS-Pinning wird nicht nur 'wann' ein Fehler passierte gespeichert, sondern 'wo' — abrufbar per StreetView.
- GPS-Tracking — GPS-Tracking nutzt Satellitenortung, um Fahrzeugpositionen aufzuzeichnen. In der Fahrschule dient es der ortsbezogenen Dokumentation von Fahrstunden — z. B. zur Geo-Feedback-Auswertung in RoadReview.
- Mandantenfähigkeit — Mandantenfähigkeit (Multi-Tenancy) bezeichnet Software, die viele Kunden (Mandanten) auf einer gemeinsamen Instanz betreibt und ihre Daten strikt voneinander trennt. Jede Fahrschule sieht ausschließlich ihre eigenen Daten.
- OBD-Fehlerspeicher — Der OBD-Fehlerspeicher ist der Teil der On-Board-Diagnose, der standardisierte Fehlercodes (DTCs) eines Fahrzeugs speichert. Im Fuhrpark erscheinen offene Codes als Warn-Badge — ein Hinweis auf eine fällige Werkstatt-Prüfung.
- Sprachmemo — Eine Sprachmemo ist eine kurze Audionotiz. In RoadReview Mobile hält sie die Erklärung des Fahrlehrers zu einer dokumentierten Situation für die spätere Nachbereitung fest.
- Telematik — Telematik verbindet Telekommunikation und Informationstechnik, etwa zur Übertragung und Auswertung von Standort- und Fahrzeugdaten. RoadReview nutzt solche Daten für die Fahrstundendokumentation.
- Trefferradius — Der Abstand in Metern, innerhalb dessen ein GPS-Punkt als 'getroffen' gewertet wird. Bei Übungsorten beträgt er 30 Meter: fährt ein Schüler näher als 30 m am POI vorbei, gilt er als abgefahren.
- ZUGFeRD — ZUGFeRD (und das französische Pendant Factur-X) ist ein hybrides E-Rechnungsformat: ein PDF/A-3-Dokument mit eingebettetem, EN-16931-konformem XML. Menschen lesen das PDF, Buchhaltungssysteme den strukturierten Datensatz.
Kategorie: Betrieb
Audit, Lizenzen, Schülerakten.
- AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag) — Ein AVV ist der Vertrag nach Art. 28 DSGVO zwischen Verantwortlichem (z. B. Fahrschule) und Auftragsverarbeiter (z. B. RoadReview). Er regelt Zwecke, Schutzmaßnahmen und Pflichten beim Verarbeiten personenbezogener Daten.
- Fahrlehrerverband — Fahrlehrerverbände sind die berufsständischen Vertretungen der Fahrlehrer:innen in Deutschland — auf Landes- und Bundesebene (BVF). Sie bündeln Aus-/Fortbildung, politische Vertretung und Tarif-Themen.
- Fahrschulsoftware — Fahrschulsoftware ist eine digitale Plattform, die den Betrieb einer Fahrschule abbildet — von Schülerverwaltung und Terminplanung über Theorie- und Praxisausbildung bis zu Rechnungswesen, Fuhrpark und Kommunikation in einem System.
- Fahrschulverwaltungssoftware — Fahrschulverwaltungssoftware digitalisiert die Büro- und Verwaltungsarbeit einer Fahrschule: Stammdaten, Schüleraufnahme, Termine, Rechnungen, Personal und Dokumente — statt Excel-Listen und getrennter Insellösungen ein zentrales Cockpit.
- Fahrten-Katalog — Schulinterne Bibliothek bewährter Fahrstunden-Routen. Fahrlehrer stellen Routen ein, Kollegen öffnen sie in Google Maps oder exportieren als GPX. Wissen bleibt in der Schule, auch wenn Lehrer wechseln.
- Fuhrparkmanagement — Fuhrparkmanagement umfasst die Verwaltung der Fahrzeugflotte einer Fahrschule: Stammdaten und Führerscheinklassen je Fahrzeug, Kilometerstand, Verbrauchs- und Kostenrechnung sowie OBD-Fehlerspeicher-Warnungen aus den Fahrten.
- Lizenzmodell — Ein Lizenzmodell beschreibt, wie der Zugang zu einer Software vereinbart und abgerechnet wird.
- Online-Anmeldung — Online-Anmeldung ermöglicht Interessenten, sich über eine digitale Seite bei einer Fahrschule anzumelden. Klassenwahl, Aufnahmeentscheidung und Dokumente richten sich nach dem von der Schule eingerichteten Ablauf.
- Prüfungsverwaltung — Prüfungsverwaltung erfasst Theorie- und Praxisprüfungen je Schüler und Ausbildung: Termin, prüfende Organisation, Versuchsnummer und Ergebnis. Sie unterstützt die Organisation und Dokumentation der Prüfungsversuche.
- Schülerakte — Die Schülerakte bündelt Ausbildungsdaten und Unterlagen pro Fahrschüler, etwa Unterricht, Dokumente und Prüfungen. Der gesetzliche Ausbildungsnachweis ist ein Teil dieser Dokumentation.
- SEPA-Lastschrift — Die SEPA-Lastschrift ist ein Einzugsverfahren, bei dem der Zahlungsempfänger fällige Beträge per erteiltem Mandat vom Konto der zahlenden Person einzieht. In der Fahrschule zieht die Schule so offene Rechnungen der Schüler:innen ein.
- TÜV-Qualitätsaudit — „TÜV-Qualitätsaudit“ wird für Prüfungen einer Fahrschule verwendet. Die gesetzliche Überwachung nach § 51 FahrlG liegt bei der zuständigen Landesbehörde und umfasst Dokumentation, Ausstattung und Ausbildungsqualität.
Kategorie: Schüler
Reife, Quoten, Wiederholung.
- Durchfallquote — Die Durchfallquote ist der Anteil nicht bestandener Prüfungen pro Erstantritt. Klasse B liegt 2024 in Deutschland bei rund 38 Prozent in der Praxis und über 35 Prozent in der Theorie — Tendenz steigend.
- Nachschulung — Eine Nachschulung ist ein behördlich angeordneter oder pädagogisch empfohlener Kurs zur Aufarbeitung von Fahr-Kompetenz oder Verkehrs-Verstößen — z. B. Aufbauseminar für Fahranfänger:innen oder verkehrspsychologische Maßnahme.
- Prüfungsreife — Prüfungsreife bezeichnet die fachliche Einschätzung des Ausbildungsstands vor einer Prüfung. Sie lässt sich nicht pauschal aus einer festen Stundenzahl oder einem App-Wert ableiten.
- Wiederholungsprüfung — Eine Wiederholungsprüfung ist die erneute Theorie- oder Praxisprüfung nach Nichtbestehen. Frühestens nach zwei Wochen Sperrfrist möglich, vor der Praxis-Wiederholung in der Regel mit Auflage von Übungsstunden.
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